„Duivendrecht versus Bad Schwanberg!“
Beitrag für SturmEcho Nr. 381
Als Tabellendritte der vorangegangenen Saison winkte den SK Sturm Frauen ein Qualifikationsticket für den neugegründeten Women’s Europa Cup: Ein Kräftemessen auf internationalem Niveau, das sich die junge Truppe rund um Trainer Tode Djakovic mit Top-Leistungen in der Frauen-Bundesliga redlichst verdient hatte. Die europäische Reise erwies sich allerdings als eine kurze. Schon in Runde Eins musste der Stärke der Gegnerinnen Tribut gezollt werden. Trotz mutigen Auftretens der Blackys sicherten sich die Ajax Amsterdam Vrouwen mit einem Gesamtscore von 0:4 den Aufstieg in die nächste Runde.
Geographisch streng genommen fand allerdings keins dieser Duelle in der jeweiligen, namensgebenden Stadt statt, gekickt wurde weder in Amsterdam noch in Graz. Die dreimaligen Meisterinnen der Eredivisie bestreiten ihre Heimspiele nämlich im vereinseigenen Trainingszentrum, das sich im beschaulichen Dorf Duivendrecht südlich der niederländischen Hauptstadt befindet. Und auch die schwarz-weißen Frauen wichen auf eigenen Wunsch auf ein im Vergleich zur Merkur Arena kleineres Spielfeld aus – und brachten somit etwas europäischen Fußball-Flair ins weststeierische Bad Schwanberg. Dass in Graz selbst keine Alternative zu Liebenau zu finden war, verdeutlicht einmal mehr das infrastrukturelle Dilemma der Landeshauptstadt.
